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Projekt:            Neubau eines Doppelwohnhauses und Neubau anstelle des ehem. 
                            Stallgebäudes als Doppelhaus  mit 4 Wohneinheiten in Malchow 

Zeit:                   1993 - 1994
Ort:                   Dorfstraße 1b
Bauherr:          Wohnungsbaugesellschaft Hohenschönhausen
 

Das Grundstück liegt stadteinwärts am Anfang der Dorfstraße an der Seite zum Malchower See hin, hat eine Fläche von 2594 m² und ist mit einem renovierten 2-geschossigen Gutsarbeiterhaus mit flach geneigtem Satteldach bebaut.

Auf dem hinteren Grundstücksteil befand sich ein Stallgebäude mit Dachboden aus rotem Klinkermauerwerk. Das Gebäude war in einem so schlechten Zustand, daß es abgebrochen werden mußte. Der Baumbestand auf dem hinteren Grundstücksteil setzt sich aus wild aufgewachsenen Sand-Birken, Berg-Ahorn, Eschen und einer Kastanie zusammen, die in einer gering genutzen Gartenbrache stehen und an einem Geländeabbruch zum Malchower See hin in die Auenlandschaft übergeht. 

Planung 
Die HOWOGE plant die Bebauung des hinteren Grundstücks mit Wohngebäuden. Die Lage der Wohngebäude bildet nach Maßgabe der Dorferhaltung an der vorhandenen, hinteren Scheunenlinie die traditionelle Siedlungsfigur einer 3-seitigen Hofanlage nach.

Am Standort des abgebrochenen Stallgebäudes ensteht ein Gebäude als Wohnhaus in Form eines Doppelhauses (Haus 2), das sich in seiner äußeren Gestalt an der Form des alten Stallgebäudes orientiert. 

In Verbindung mit dem zweiten geplanten Doppelhaus (Haus 1), nahezu rechtwinklig zum "Stallgebäude" an der linken Grundstücksgrenze gelegen, entsteht eine dreiseitige Hoffigur. 

Pro Wohneinheit Neubau ist ein Stellplatz vorgesehen; diese werden auf dem Grundstück angeordnet.

Haus 2
Da bei dem überformten Neubau für das ehemalige Stallgebäude sowohl die Kleinteiligkeit der vorhandenen Fassadenöffnungen als auch die geringe Gebäudetiefe unbedingt übernommen werden soll, ist keine konventionelle Grundrißdisposition möglich. Das Erdgeschoß ist als offener Wohnraum mit Eßdiele geplant, die Küchen sind jeweils in den Anbauten, an den Giebelseiten des Gebäudes angeordnet.  Zum Garten gelegen ist die von der Eßdiele aus zugängliche Terrasse, zum 
Hof liegt der Eingang als abgeschlossener Windfang mit Garderobe und Gäste-WC. Im Obergeschoß befinden sich die beiden Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer und das Bad. 

Haus 1
Im Erdgeschoß des Doppelhauses befindet sich ein zum Garten gelegener Wohnraum, eine Eßdiele als Erschließungsraum und Verbindung zur Küche, die neben dem "hofseitigen" Eingangsbereich angeordnet ist. Garderobe und Gäste-WC liegen neben dem Eingangsbereich, der durch den vorgestellten Windfang an der Giebelseite markiert wird. 

Im Obergeschoß sind zwei Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer, ein Bad und der Abstellraum angeordnet.

Die Fassadengestaltung orientiert sich bei beiden Gebäuden am ortstypischen Erscheinungsbild von Nebengebäuden in der zweiten "Reihe" und an den formalen Gestaltungselementen der vorhandenen Gutsarbeiterhäuser, wobei der Neubau des "ehemaligen Stallgebäudes" in enger Anlehnung an den Verhältnissen des Altbaus konzipiert ist. Die Fassaden bestehen aus rotem Klinkermauerwerk und zweifarbigen Mauerstreifen, die sich in traditioneller Weise auf die Sohlbank und den Bogen der Fenster beziehen. Die Fensteröffnungen sind sämtlich stehende Formate.

So wird die Gartenfassade des Doppelhauses von zwei großzügigen Öffnungen für die Wohnzimmer, denen jeweils zwei kleine Fenster beigeordnet sind, gegliedert. 

Dieses Motiv ist von Scheunen und Stallgebäuden abgeleitet. 
Die hofseitige Fassade lehnt sich an das ortstypische Erscheinungsbild an. 


 
 

 

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