Das Grundstück liegt stadteinwärts
am Anfang der Dorfstraße an der Seite zum Malchower See hin, hat
eine Fläche von 2594 m² und ist mit einem renovierten 2-geschossigen
Gutsarbeiterhaus mit flach geneigtem Satteldach bebaut.
Auf dem hinteren Grundstücksteil befand sich ein
Stallgebäude mit Dachboden aus rotem Klinkermauerwerk. Das Gebäude
war in einem so schlechten Zustand, daß es abgebrochen werden mußte.
Der Baumbestand auf dem hinteren Grundstücksteil setzt sich aus wild
aufgewachsenen Sand-Birken, Berg-Ahorn, Eschen und einer Kastanie zusammen,
die in einer gering genutzen Gartenbrache stehen und an einem Geländeabbruch
zum Malchower See hin in die Auenlandschaft übergeht.
Planung
Die HOWOGE plant die Bebauung des hinteren Grundstücks
mit Wohngebäuden. Die Lage der Wohngebäude bildet nach Maßgabe
der Dorferhaltung an der vorhandenen, hinteren Scheunenlinie die traditionelle
Siedlungsfigur einer 3-seitigen Hofanlage nach.
Am Standort des abgebrochenen Stallgebäudes ensteht
ein Gebäude als Wohnhaus in Form eines Doppelhauses (Haus 2), das
sich in seiner äußeren Gestalt an der Form des alten Stallgebäudes
orientiert.
In Verbindung mit dem zweiten geplanten Doppelhaus (Haus
1), nahezu rechtwinklig zum "Stallgebäude" an der linken Grundstücksgrenze
gelegen, entsteht eine dreiseitige Hoffigur.
Pro Wohneinheit Neubau ist ein Stellplatz vorgesehen;
diese werden auf dem Grundstück angeordnet.
Haus 2
Da bei dem überformten Neubau für das ehemalige
Stallgebäude sowohl die Kleinteiligkeit der vorhandenen Fassadenöffnungen
als auch die geringe Gebäudetiefe unbedingt übernommen werden
soll, ist keine konventionelle Grundrißdisposition möglich.
Das Erdgeschoß ist als offener Wohnraum mit Eßdiele geplant,
die Küchen sind jeweils in den Anbauten, an den Giebelseiten des Gebäudes
angeordnet. Zum Garten gelegen ist die von der Eßdiele aus
zugängliche Terrasse, zum
Hof liegt der Eingang als abgeschlossener Windfang mit
Garderobe und Gäste-WC. Im Obergeschoß befinden sich die beiden
Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer und das Bad.
Haus 1
Im Erdgeschoß des Doppelhauses befindet sich ein
zum Garten gelegener Wohnraum, eine Eßdiele als Erschließungsraum
und Verbindung zur Küche, die neben dem "hofseitigen" Eingangsbereich
angeordnet ist. Garderobe und Gäste-WC liegen neben dem Eingangsbereich,
der durch den vorgestellten Windfang an der Giebelseite markiert wird.
Im Obergeschoß sind zwei Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer,
ein Bad und der Abstellraum angeordnet.
Die Fassadengestaltung orientiert sich bei beiden Gebäuden
am ortstypischen Erscheinungsbild von Nebengebäuden in der zweiten
"Reihe" und an den formalen Gestaltungselementen der vorhandenen Gutsarbeiterhäuser,
wobei der Neubau des "ehemaligen Stallgebäudes" in enger Anlehnung
an den Verhältnissen des Altbaus konzipiert ist. Die Fassaden bestehen
aus rotem Klinkermauerwerk und zweifarbigen Mauerstreifen, die sich in
traditioneller Weise auf die Sohlbank und den Bogen der Fenster beziehen.
Die Fensteröffnungen sind sämtlich stehende Formate.
So wird die Gartenfassade des Doppelhauses von zwei großzügigen
Öffnungen für die Wohnzimmer, denen jeweils zwei kleine Fenster
beigeordnet sind, gegliedert.
Dieses Motiv ist von Scheunen und Stallgebäuden abgeleitet.
Die hofseitige Fassade lehnt sich an das ortstypische
Erscheinungsbild an.