Johann-Sigismund-Straße 12, 10711 Berlin, Tel.: 030 / 893 48 00, Fax: 030 / 891 50 14, e-mail: WS-Wehner@gmx.de


Projekt:            Dachaufbau mit 15 Wohneinheiten auf vorhandenem Wohnhaus, Baujahr 1972, in 
                    Berlin -Wilmersdorf
Zeit:                  1990 - 1995
Ort:                  Landhausstraße 10-12
Bauherr:         Privater Eigentümer
 
Das vorhandene Gebäude ist ein sieben- bzw. achtgeschossiges, vollunterkellertes Wohnhaus, Baujahr 1972, Mauerwerks-/ Putzbau, Wände 24 cm dick, Stahlbetondecken, mit einem Flachdach, auf das ein Geschoß aufgesetzt wurde für Wohnungen.

Bauausführung...... Bauausführung

Das Dachgeschoß wird über die vorhandenen Treppenhäuser, die aufgestockt werden, erschlossen.
Für den Bereich über dem Hotel "garni" wurde der vorhandene Aufzug modernisiert und bis in das neue Geschoß geführt. Weitere Aufzugsaufstockungen erfolgten im Bereich der Wohnungen.
Die Dachfläche gliedert sich zur Straße durch die aufgestockten Treppenhäuser, die mit dreieckigen Oberlichtern abschließen. Gauben und Dachflächenfenster sind als Gruppen angeordnet. 
Die Gartenseite nimmt mit breiten, leicht gebogenen Gauben den Rhythmus der vertikalen Fassadenbänder auf und gibt ihnen einen neuen Abschluß.
Mit dem Dachgeschoßausbau verbunden war die Instandsetzung der Fassade des Gebäudes und das Aufbringen einer Wärmedämmung. Um dem Gebäude architektonisch die vorhandene, optisch sehr große  Höhe zu nehmen, wurde im Bereich des Erdgeschosses eine Klinkerschale angebracht.

Baukonstruktion
Dach
Der vorhandene Flachdachaufbau wurde ausgebaut, sodaß ein Dachstuhl mit Sparrenlage als Mansardendach errichtet werden konnte. Im Steildachbereich erfolgte eine mit Ziegel- bzw. Zinkblecheindeckung mit Stehfalz, im Flachdachbereich eine Eindeckung mit Bitumendachbahn auf Rauhspundschalung. Die vorhandene Attikakonstruktion wurde nach statischen Erfordernissen verstärkt.
Zwischen den Sparrenlagen wurden eine alukaschierte Wärmedämmung mit oberseitiger Belüftung gemäß DIN eingebaut. Stiele und Sparren erhielten eine raumseitige Gipskartonverkleidung. Der vorhandene Schornstein wurde über die geplante Dachkonstrution hinaus erweitert.

Fußböden
Die vorhandenen Dachbeläge wurden aufgenommen. Die Stahlbetondecke war gem. vorliegender statischer Prüfung für den Lastabtrag im Wohnungsbereich gemäß Vorstatik ausreichend dimensioniert.
Oberseitig wurde eine Trittschalldämmung mit schwimmenden Estrich gemäß DIN eingebaut.
In Bad- und Loggienbereichen sind Bitumenabdichtungen, schwimmender Estrich nach DIN und keramische Fliesen vorgesehen worden.

Wände
Die Raumtrennwände, d = 10 cm, wurden aus beidseitig einlagigen
1,25 cm starken Gipskartonplatten auf Metallständerwerk mit Mineralfasereinlage erstellt.
Wohnungs-, Treppenhaustrennwände und Brandwände aus Mauerwerk, d = 24 cm, beidseitig geputzt.

Treppen
Die vorhandenen Treppen wurden entsprechend dem vorhandenen
Muster verlängert. Auf dem obersten Podest sind Rauchabzugskuppeln mit manueller Auslösung eingebaut worden.

Vor der Fertigstellung.....Straßenansicht

Allgemeiner Ausbau
Innenseitige Verkleidung der Dachschrägen und Deckenflächen aus Gipskartonplatten auf Lattenrost, gespachtelt und tapeziert. Sanitärräume mit Wandfliesen bis OK. Türzarge. In den Küchen vier Fliesenschichten zwischen Ober- und Unterschränke, hinter dem Herd bis zum Fußboden. Bodenbelag aus keramischen Fliesen.
Gauben und Terassenfenster bzw. Türen aus Holz mit Sprossenteilung und Isolierverglasung. Im Brüstunsbereich mit Verbundsicherheitsglas A1, bzw. Metallbrüstungsgeländer. Oberseitige Verkleidung der Gauben aus Zinkblech auf Holzschalung mit dazwischenliegender Bitumenpappe gemäß DIN.
Vorgesehene Dachflächenfenster aus Holz mit Isolierverglasung.
Im Zuge der Dachgeschoßarbeiten wurden die Putzfassaden überarbeitet und im Erdgeschoß ein geschoßhoher Klinkersockel eingebaut.

Gesamtansicht

[Startseite]  [Kontakte]  [Bürostruktur]  [Partnerbüros]
[Referenzen]  [Bauten]