Johann-Sigismund-Straße 12, 10711 Berlin, Tel.: 030 / 893 48 00, Fax: 030 / 891 50 14, e-mail: WS-Wehner@gmx.de


Projekt:           Instandsetzung und Ausbau des 3. und 4. OG's und des Dachgeschosses des 
                          ehemaligen Reichsbahndirektionsgebäudes in Berlin-Kreuzberg 
Zeit:                  1991 - 1995
Ort:                  Schöneberger Ufer 1-3
Bauherr:         Deutsche Bahn AG
Bausumme:    18  Millionen
Das "Geschäftsgebäude der königlichen Eisenbahndirektion Berlin" ist ein im Stil der deutschen Spätrenaissance gestalteter Klinkerbau mit der Hauptfassade zum Schöneberger Ufer des Landwehrkanals. Es bildet ein freistehendes Geviert mit zwei fast quadratischen Innenhöfen, die eine funktionelle zweifarbige Klinkerarchitektur zeigen.

Die Gebäudeteile um die Höfe waren ursprünglich nur mit einem 3. Obergeschoss ausgeführt, ein 4. Obergeschoss wurde auf Mittel-  und Hinterflügel in den 30er Jahren im Zuge der Erbauung des Erweiterungsgebäudes an der Schöneberger Straße aufgesetzt.

Straßenansicht Eingangsbereich............Seitenansicht vor der Sanierung

Die Ausstattung des Gebäudes in den unteren Geschossen ist erhalten, Kreuzgewölbe mit flachen Stuckornamenten , schmiedeeisernen Treppengeländern usw., das Haupttreppenhaus mit seinen Lichthöfen und der Präsidentensuite bilden einen unaufdringlichen Schmuck in den nüchternen Bürofluren.
Die Zerstörungen in den Obergeschossen sind durch den unangetasteten Zustand rekontruierbar.
Die Grundfläche des Gebäudes beträgt ohne Höfe ca. 3.700 m², die Höfe haben je 550 m²  Fläche.
Das Gebäude der ehemaligen Reichsbahndirektion liegt im Schnittpunkt der Bezirke Schöneberg, Kreuzberg und Tiergarten; ungefähr in der Mitte der beiden Stadtzentren Charlottenburg (West) und Berlin Mitte (Ost).
Durch die unmittelbare Nähe der U-Bahnstation Gleisdreieck ist eine Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gegeben.
Instandsetzung und Ausbau
    Bei der Instandsetzung des Gebäudes im 3. und 4. Obergeschoß und des Ausbaus des Dachgeschosses im Bereich des Vorderflügels und der Seitenflügel zu Büroräumen wurde von folgender vorhandener Situation ausgegangen:
    • vorh. Treppenhäuser und Erschließungsflure
    • angetroffene Raumaufteilungen in den bereits ausgebauten Geschossen
    • vorhandene Anschlüsse für Naßräume der unteren Geschosse EG. - 2. OG.
    • Erhalt der vorhandenen Holzdachkonstruktion
    • notwendige Rekonstruktion zerstörter Gebäudeteile insbes. des Haupttreppenhauses.


    Innenhof vor der Sanierung

Raumkonzept
Die Raumeinheiten wurden instandgesetzt und modernisiert und die vorhandenen Räume des 3. und 4. Obergeschosses integriert.
Es enstanden Büroeinheiten mit traditioneller Gliederung in "Dienstzimmer" mit Durchgangstüren, ein- bzw. zweihüftig am Erschließungsflur gelegen.
Die neu ausgebauten Büroräume im Dachraum des 3. und 4. OG wurden analog der Grundrißdisposition der unteren Geschosse aufgeteilt.
Die Belichtung im 3. OG erfolgt über Gauben und Dachflächenfenster, im 4. OG, für die zum Schöneberger Ufer liegenden Räume über Dachflächenfenster, zum Hof wurde die vorhandene Dachkonstrution ausgebaut und die Außenwand senkrecht hochgeführt. Ein Fensterband belichtet die Räume.
Die Erschließung der neuen Räume erfolgt über die vorhandenen Treppenhäuser und über eine neue Treppe über den rechtsseitigen Treppenlauf des Haupttreppenhauses.
Vom 3. OG in das 4. OG wurde eine neue Treppe als Weiterführung des Haupttreppenhauses eingebaut.

Innenhofansicht nach der Sanierung

An Stelle des Paternosters wurde ein indirekt hydraulischer, behindertengerechter Aufzug eingebaut.
Die erforderlichen Sanitäranlagen wurden an den Treppenkernen und Eckbereichen des Gevierts angeordnet, teilweise Anbindung an vorhandene Steigestränge, Teeküchen im Anschluß der Sanitärzellen mit natürlicher Belichtung.
Gemäß Flächenberechnung wurde eine Nettogrundrißfläche von ca. 5.000 m² ermittelt.

[Startseite]  [Kontakte]  [Bürostruktur]  [Partnerbüros]  [Referenzen]  [Bauten]